Freitag, 2. Juli 2010 | Nr. 48
Sulgen. Die Evangelische Synode des Kantons Thurgau hat sich für die am 1. Juni begonnene vierjährige Amtsdauer konstituiert. Urs Steiger aus Güttingen wurde zum Synodalpräsidenten gewählt, der Sulger Frank Sachweh zu dessen Stellvertreter.
Brunhilde Bergmann

Gewählt: Der neue Synodalpräsident Urs Steiger (links) und der Vize- präsident Pfarrer Frank Sachweh aus Sulgen.
Die Evangelische Synode des Kantons Thurgau hat sich in ihrer ersten Sitzung nach der Gesamterneuerungswahl neu konstituiert. Die Synode ist das Parlament der Landeskirche und somit oberste Behörde. Urs Steiger aus Güttingen wurde mit 117 von 118 Stimmen als Präsident für die Amtszeit 2010 bis 2014 klar gewählt. Steiger blickt auf 20 Jahre Erfahrung in der Synode – davon vier Jahre als Vizepräsident – zurück.
Vorbereiten aufs Präsidium
Dieses Amt bekleidet nun neu Pfarrer Frank Sachweh aus Sulgen. Der Vizepräsident kann sich, wie im Thurgau Usus, vier Jahre auf das Präsidium vorbereiten. Üblich ist auch, dass sich Ordinierte und Nichttheologen im Präsidium abwechseln. Die Gewählten traten ihr Amt per sofort an, Urs Steiger übernahm die Synodenführung. Nebst dem Synodalbüro und den beiden ständigen Kommissionen – Geschäftsprüfungskommission (GPK) und Redaktionskommission – setzte die Synode eine vorberatende Kommission zur neuen Kirchenordnung ein. Nach intensiver Diskussion über Kommissionsgrösse und Kriterien zur Besetzung, bestimmte die Synode in zwei Wahlgängen aus 13 Kandidierenden ein neunköpfiges Gremium. Die Spezialkommission bereitet den Entwurf des Kirchenrats zur Revision der neuen Kirchenordnung vor, den dieser nach Vernehmlassung durch die Gemeinden überarbeitet hat.
Auch mit Nichttheologen
Die Kommission setzt sich aus drei Pfarrern und sechs Nichttheologen zusammen. Die Revision der Kirchenordnung wird die Synode in dieser Legislatur schwerpunktmässig beschäftigen.
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