Neuer Anzeiger Sulgen

Sonntag, 5. September 2010

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Freitag, 2. Juli 2010 | Nr. 48

Diesmal war vieles anders

Sulgen. Am diesjährigen Berufswahlparcours der Sekundarschule Befang erhalten die Schüler einen spezifischen Einblick in die Berufswelt. Erstmals sind auch Grossunternehmen wie Migros, die Schweizerische Post und Roche dabei.

Arne Goebel

Die Schüler erhalten einen Einblick in Gewerbe und Verwaltung.

Die Schüler erhalten einen Einblick in Gewerbe und Verwaltung.

Dieses Mal haben wir es ganz anders gemacht», sagt Hannes Bär, Schulleiter der Sekundarschule Befang. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Gewerbetreibende angeschrieben, ob sie bereit wären, während des einwöchigen Berufswahlparcours Schülern Einblick ins Berufsleben zu geben. Der Rücklauf war jedoch gering. In diesem Jahr sei man gezielt auf Gewerbebetriebe zugegangen, erklärt Sekundarlehrer Albert Vock, der massgeblich an der Umsetzung des Berufswahlparcours beteiligt ist. Dieses Vorgehen habe sich bis jetzt bewährt. So könne man den Schülern eine breitere Palette an Berufen zeigen. Besonders erfreut sind Bär und Vock darüber, dass man erstmals die Gemeindeverwaltung sowie die Migros Sulgen mit einbeziehen konnte. Die Schweizerische Post und das Pharmaunternehmen Roche werden heute den Schülern ihre Ausbildungskonzepte erläutern.

Vier Arbeitsplätze besucht

Hinter dem Bankschalter, im Einzelhandel oder Architekturbüro, in der Backstube oder Restaurantküche, die Schüler haben in dieser Woche Gelegenheit, sich an jeweils vier Arbeitsplätzen ihrer Wahl über die unterschiedlichsten Berufe und die diesbezüglichen Ausbildungsoptionen zu informieren. «Die Schüler sind sehr interessiert», sagt Isabelle Gschwend. Die Lehrerin besuchte mit rund zehn Schülern die Gemeindeverwaltung Sulgen. Dort informierten die Angestellten die Schüler über den jeweiligen Tätigkeitsbereich und welche Ausbildung man mitbringen sollte.

Lösungen für alle

«Berufswahl hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert», unterstreicht Hannes Bär. Vor allem im kaufmännischen Bereich müsse man immer früher nach freien Lehrstellen fragen. Aus diesem Grund führe man den Berufswahlparcours in der ersten Sekundarstufe durch, auch wenn dies in manchen Fällen etwas zu früh sei. Der Berufswahlparcours fällt mit den Lagerwochen der zweiten und dritten Oberstufe zusammen. «Sonst könnte man aus organisatorischen Gründen eine solche Sonderwoche nicht durchführen.» Neben einem Besuch des Berufsinformationszentrums Amriswil stehen für die rund 80 Schüler der ersten Oberstufe Firmenbesuche und ein so genannter Schnupperhalbtag auf dem Programm. Dass dadurch auf die beteiligten Firmen ein gewisser Aufwand zukommt, ist dem Schulleiter bewusst. «Es ist gewaltig, was die Firmen leisten, um unseren Schülern einen Einblick zu gewähren.» Die Rückmeldungen aus dem Gewerbe seien durchwegs positiv. Ihn freut auch, dass sich einige Schüler bereits für die Sommerferien eine Schnupperstelle gesichert haben. Besonders erfreulich: «In diesem Jahr haben alle Schüler eine Lehrstelle oder eine Anschlusslösung im Brückenangebot gefunden», sagt Bär.

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