Freitag, 30. Juli 2010 | Nr. 56
Sulgen. Die Gemeinde Sulgen setzt auf neue Technologie in der Beleuchtung und hat einen Strassenzug mit LED-Lampen ausgerüstet.
Arne Goebel

Die Bädlistrasse wurde neu mit LED-Strassenlampen ausgestattet.
Vor einiger Zeit nahm Gemeindeammann Hans Ziegler an einer Tagung zum Thema Strassenbeleuchtung teil. «Die Erkenntnis daraus ist, dass die Natrium-Dampflampen, die bisher als „beste Strassenebeleuchtung“ eingesetzt werden, bewährter und etwa gleich effizient wie die neuen LED-Lampen sind.» Dennoch habe man sich für die neue Technik entschieden. Der Vorteil der LED-Leuchten liegt in der genauen Abgrenzung des Lichtkegels. So lassen sich Streuverluste verhindern, was sich positiv auf die Energiebilanz auswirkt.
Technik noch am Anfang
Das Argument, dass LED-Lampen stromsparend sind, stimme für Ziegler nur indirekt. «Das Leuchtmittel selbst hat sicher eine bessere Energiebilanz als die Natrium- oder gar die älteren Quecksilber-Dampflampen. Allerdings werden in solche Berechnungen oft die nötigen Vorschaltgeräte nicht einbezogen, die verhältnismässig viel Strom benötigen, da sie viel Wärme abgeben. Da sieht die Energiebilanz plötzlich nicht mehr ganz so günstig aus.» Dennoch wolle man der neuen Technologie, die bei den eingesetzten Lampen vor allem aus Korea stammt, eine Chance geben. Ziegler ist sich dessen bewusst, dass eine neue Technik eine gewisse Zeit brauche, um Verbesserungen zu erfahren. Diese sieht er vor allem im Bereich der Energieeffizienz. Die Kosten für die Leuchtmittel an der Bädlistrasse bewegen sich in der Grössenordnung um die 10 000 Franken. Darin nicht eingeschlossen sind die Kandelaber. Es habe einen Preisvergleich mit Natrium-Dampflampen gegeben. Der Gemeinderat habe bei etwa gleichem Preis der neuen Technik den Zuschlag gegeben. Ausschlaggebend war auch die Tatsache, dass die LED-Lampen laut Hersteller eine wesentlich längere Lebensdauer haben. Einen Nachteil, der laut Ziegler zu vernachlässigen ist, haben die neuen Lampen allerdings schon. Sie müssen grösser dimensioniert werden, weil die Leuchtkraft über einen längeren Zeitraum geringfügig nachlasse.
Vorreiter in der Region
Sulgen ist vermutlich in der Region die erste Gemeinde, die sich entschlossen hat, einen ganzen Strassenzug mit der neuen LED-Technik zu beleuchten. «Wir haben die Leuchten an der Bädlistrasse bis und mit zur Milchpulverfabrik aufgestellt sowie an der Kreuzung Brühlstrasse. Das freie Feld dazwischen lassen wir unbeleuchtet.»
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