Freitag, 18. September 2026
Schönenberg. Viel Sonne, hohe Temperaturen und kaum Regentage: Die Badi Schönenberg blickt auf eine aussergewöhnlich gute Saison zurück. Bei Saisonabonnementen und Tageseintritten zeichnet sich gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 22 Prozent ab. Einen vergleichbaren Andrang hat Genossenschaftspräsident Lukas Hoffmann während seiner Amtszeit noch nicht erlebt.
Der Sommer meinte es gut mit den Freibädern. Bereits zu Beginn der Saison lockten zahlreiche sonnige Tage die Menschen ins Wasser. Das machte sich in Schönenberg früh beim Verkauf der Saisonabonnemente bemerkbar. Auch bei den Einzeleintritten wurde gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme verzeichnet. Eine abschliessende Besucherzahl liegt noch nicht vor, da die Eintritte der Saisonabo-Besitzer noch nicht vollständig ausgewertet sind. Bei den verkauften Abonnementen und Tageseintritten rechnet die Genossenschaft insgesamt mit einem Plus von rund 22 Prozent.
Zahlen wie noch nie
Für Genossenschaftspräsident Lukas Hoffmann ist das aussergewöhnlich. «Seit ich der Genossenschaft vorstehe, hat es keine Saison mit vergleichbaren Zahlen gegeben», sagt er. Geschlossen blieb die Badi während der gesamten Saison keinen einzigen Tag. Lediglich an Regentagen wurde früher Feierabend gemacht, wenn keine Gäste mehr anwesend waren.
Hitze setzte der Natur zu
Die meisten Badegäste seien Stammgäste aus Schönenberg und der näheren Umgebung. «Woher sie genau kommen, wird beim Eintritt allerdings nicht erfasst», sagt Präsident Hoffmann. Trotz des grossen Andrangs verlief die Saison aus Sicht der Sicherheit erfreulich: «Unfälle oder andere nennenswerte Vorkommnisse gab es keine.» Der heisse und trockene Sommer hinterliess allerdings auf der Liegewiese seine Spuren. Zeitweise war der Rasen verdorrt und die Bäume warfen bereits mitten im Sommer Blätter ab. Die Bademeister griffen bei Bedarf zum Wasserschlauch und versorgten die Bäume mit Wasser. «Dauerhafte Schäden gab es keine», sagt Lukas Hoffmann. Mit den Niederschlägen hat sich auch der Rasen wieder erholt und präsentiert sich mittlerweile wieder grün.
Interessanterweise habe die Badelust gegen Ende der Saison trotz des insgesamt starken Sommers nachgelassen, so der Genossenschaftspräsident. Die Verantwortlichen stellten fest, dass das Bedürfnis nach einem Badibesuch allmählich kleiner wurde. Nach Wochen mit hohen Temperaturen war bei manchen offenbar eine gewisse Badi-Sättigung erreicht.
Positives Fazit der Pächterin
Eine Premiere gab es in dieser Saison auch abseits des Schwimmbeckens. Das Badirestaurant wurde neu verpachtet. Die Betreiberin zeigte sich mit ihrer ersten Saison sehr zufrieden. Auch die Genossenschaft zieht eine positive Bilanz der Zusammenarbeit mit dem Team des Bären Herisau. Trotz der vielen Öffnungstage und der zeitweise hohen Temperaturen habe ein freundliches und motiviertes Team die Gäste bedient. «Wir als Genossenschaft sind froh, mit erfahrenen Gastronomen einen professionellen Partner gefunden zu haben», lobt Lukas Hoffmann.
«Flexibel bleiben»
Grundlegende Änderungen will die Genossenschaft aus dem Rekordsommer nicht ableiten. Während andernorts bei grossem Andrang über begrenzte Eintritte oder eine Bevorzugung der einheimischen Bevölkerung diskutiert wird, sieht man in Schönenberg dafür keinen Anlass. «Jede Saison ist verschieden», lautet das Fazit des Präsidenten. Entscheidend sei deshalb vor allem eines: «Wir müssen flexibel bleiben.»
Stefan Böker/red
