Freitag, 9. Oktober 2026
Region. Im November stehen mehrere Behördenwahlen an. Bis Montag war es möglich, Kandidaturen einzureichen. Auf den nun veröffentlichten Namenslisten finden sich einige Überraschungen. So findet in Erlen eine Kampfwahl statt. Und in Hohentannen erhält Gemeindepräsident Lukas Hoffmann einen Herausforderer.
In mehreren Politischen Gemeinden finden am 29. November die Erneuerungswahlen für die Amtsperiode 2027 bis 2031 statt. So auch im beschaulichen Hohentannen mit seinen unter 700 Einwohnerinnen und Einwohnern. Gerade hier zeichnet sich eine der spannendsten Wahlen im Verbreitungsgebiet des Neuen Anzeigers ab. Denn mit Igor Deffendi tritt ein Herausforderer gegen den langjährigen Gemeindepräsidenten Lukas Hoffmann (SVP) an, der vor seiner dritten Legislatur in Folge steht. Laut Namensliste ist Igor Deffendi parteilos und von Beruf technischer Kaufmann. Er wohnt in Hohentannen.
Auch Gemeinderat umkämpft
Die Wahl des Gemeinderats wird ebenfalls spannend. Um den frei werdenden Sitz im Gemeinderat bewerben sich mit Andrea Helfenberger und Marc Niklaus zwei Parteilose. Der Sitz wird frei, weil Vizegemeindepräsident Roger Boxler nicht mehr antritt. Die Bisherigen Philipp Stark, Ramon Signer und Reto Goldinger (alle parteilos) wollen es erneut wissen.
Kampfwahl in Erlen
Für die vier Sitze im Erler Gemeinderat sind fünf Personen auf der Namensliste aufgeführt. Die bisherigen Gemeinderäte Michel F. Chresta, Martin Furter, Roger Näf sowie Tobias Ottiger treten erneut an. Neu in die Behörde will René Schoop, Jahrgang 1990, Landschaftsgärtner aus Buchackern. Sämtliche Kandidaten sind parteilos.
Fest im Sattel sitzt hingegen der Erler Gemeindepräsident Thomas Bosshard, der wie Lukas Hoffmann seine dritte Legislatur angehen will. Gegen ihn wird auf der offiziellen Namensliste kein weiterer Kandidat aufgeführt.
Keine Überraschung in Kradolf-Schönenberg
In Kradolf-Schönenberg präsentiert sich die Ausgangslage hingegen ohne Überraschungen. Dort tritt der Gemeinderat mit Dominik Bosshart (FDP), Karin Brühlmann (Die Mitte), Ralph Altwegg (SVP) sowie den Parteilosen Andrea Blatter, Andrea Zuberbühler und Roman Gnägi geschlossen wieder an. Nach Ablauf der Frist waren keine weiteren Kandidaturen eingegangen.
Wenig Sorgen um seine Wiederwahl machen muss sich auch Gemeindepräsident Heinz Keller (SVP), der seit 2016 im Amt ist.
Ein Kandidat in Sulgen
Ebenso der amtsälteste Gemeindepräsident unserer Region, Andreas Opprecht (FDP), der 2011 seine erste Legislatur begann. Auch für sein Präsidium gab es keine weitere Kandidatur. Im Gemeinderat hingegen wird ein Sitz frei, weil Michael Mannale (SVP) nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Für ihn will Lukas Harder nachrücken. Der 27-Jährige aus Hessenreuti ist Betriebswirtschafter mit eigenem Treuhandbüro und SVP-Mitglied. Die Bisherigen Patrick Betschen (FDP), Jürg Bruggmann (Die Mitte), Maja Brühlmann Zwahlen (SVP), Urs Hartmann (parteilos) und Vizegemeindepräsident Werner Herrmann (FDP) stellen sich wieder zur Verfügung.
Empfehlung fürs Präsidium
In Bürglen hat die Findungskommission Vorarbeit geleistet. Dort wird eine Nachfolge für Gemeindepräsident Kilian Germann gesucht. Auf der offiziellen Namensliste steht nun nur Gemeinderat Urs Trachsel. Er allein wird von der Findungskommission zur Wahl empfohlen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine weiteren Interessenten gab. Insgesamt seien vier Bewerbungen für das Gemeindepräsidium eingegangen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Zwei Bewerber hätten sich im Verlauf des Verfahrens zurückgezogen, ein weiterer habe die Anforderungen nicht erfüllt.
Ratswahl im Februar
Während über das Bürgler Gemeindepräsidium bereits am 29. November entschieden wird, folgen die Erneuerungswahlen für den Gemeinderat erst am 28. Februar. Sollte Urs Trachsel zum Gemeindepräsidenten gewählt werden, müsste auch sein Sitz im Gemeinderat neu besetzt werden, ebenso wie für Beat Brühlmann und Peter Egger, die nicht wieder antreten. Auch in der Politischen Gemeinde Birwinken finden die Wahlen erst nächstes Jahr statt. Bis auf Gemeinderätin Myrta Wiedemeier treten dort alle Bisherigen zur Wiederwahl an, ebenso Gemeindepräsident Peter Stern.
Eine Kandidatur zu wenig an der Schule Bürglen
Zusätzlich finden am 29. November in zwei Schulgemeinden Ersatzwahlen statt. Mit dem Rücktritt von Irene Pacheco und Christoph Bär werden in der Bürgler Schulbehörde zwei Sitze frei. Bis jetzt tritt nur ein Kandidat an: Stefan Wehrle, ein Jurist aus Istighofen. Nur eine Kandidatur gibt es ebenfalls bei den Ersatzwahlen der VSG Region Sulgen. Hier wird aber auch nur ein Sitz frei. Nach zehn Jahren in der Behörde tritt Vizeschulpräsident Heinz Gfeller per 30. Juni 2027 zurück. Neu will Max Staub aus Schönenberg in die Schulbehörde.
Stefan Böker
