Freitag, 30. Dezember 2016

Bürglen. Die SBB gestalten den Bahnhof Bürglen um. Ein neues Perron und ein hindernisfreier Zugang erleichtern künftig das Ein- und Aussteigen. Baubeginn ist im Februar.

Gleichzeitig mit dem Bau eines neuen Perrons auf der Nordseite werden beim Bahnhof Bürglen auch die Gleise erneuert. «Da die Bahninfrastrukturanlagen mit Steuergeldern angepasst und erneuert werden, versuchen die SBB jeweils, Arbeiten zu bündeln, um Kosten zu sparen», erklärt Reto Schärli, Mediensprecher der Schweizerischen Bundesbahnen.

Gesetzliche Vorgabe
Seitlich des Bahnhofsgebäudes entsteht ein neues Perron mit einer Perronhöhe von 55 Zentimetern. Dies entspricht den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Aufgrund dieses Gesetzes bauen die SBB bis 2023 alle knapp 800 Bahnhöfe in ihrer Zuständigkeit gestaffelt um. Die Bauarbeiten am Bahnhof Bürglen dauern von Februar bis Herbst 2017, ab dann ist der Bahnhof Bürglen hindernisfrei. «Vom hindernisfreien Zugang zu den Zügen profitieren nicht nur gehbehinderte Personen, sondern auch Reisende mit viel Gepäck oder Kinderwagen», sagt Reto Schärli.

Verladerampe bleibt
Um das neue Perron realisieren zu können, wird das Verladegleis von Seite Weinfelden kommend nur noch bis zur Rampe geführt. Das Sammelgut aus der Papier- und Kartonsammlung kann dort weiterhin verladen werden. Das restliche Verladegleis wird ausgebaut, da dort das neue Perron samt neuem Wartehäuschen zu stehen kommt. Das Perron erstreckt sich nach Fertigstellung von der Höhe des Velounterstands aus auf einer Länge von 120 Metern in Richtung Sulgen. An den Gleisanlagen und an den Fahrstromanlagen sind deshalb diverse Anpassungen notwendig. Da das südliche Perron bereits 55 Zentimeter hoch ist, werden dort keine baulichen Anpassungen gemacht. Die Bauarbeiten sollten zu keinen nennenswerten Einschränkungen führen, sagt Reto Schärli. «Das bisherige Perron wird in Richtung Weinfelden provisorisch verlängert, sodass das Baufeld für das neue Perron frei ist. Die Parkplätze beim P&R werden ein wenig näher an die Strasse geschoben.»

Gewinn für die Gemeinde
Da das ganze Grundstück den SBB gehört, ist die Gemeinde Bürglen weder ­finanziell noch baulich am Projekt beteiligt. Der Gemeinderat begrüsse jedoch den Umbau am Bahnhof Bürglen und den damit verbundenen erleichterten Zugang zu den Zügen, sagt Gemeindepräsident Erich Baumann.

Hannelore Bruderer