6. November 2026

Bürglen. Die Volksschulgemeinde Bürglen budgetiert für 2027 ein Defizit von 189 030 Franken. Der Steuerfuss soll bei 99 Prozent bleiben. An der Gemeindeversammlung vom 18. November geht es zudem um die Sanierung des Werkraums in Leimbach und das Thema Hausaufgaben.

Die Erweiterung der Sekundarschule ist in vollem Gange und prägt auch die Finanzplanung der Volksschulgemeinde Bürglen. Gleichzeitig stehen Investitionen in bestehende Schulräume an. Über das Budget 2027 und den unveränderten Steuerfuss von 99 Prozent entscheiden die Stimmberechtigten am Mittwoch, 18. November, um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Leimbach.

Ausgeglichenes Budget

Die Erfolgsrechnung sieht einen Aufwand von rund 11,34 Millionen Franken und einen Ertrag von rund 11,15 Millionen Franken vor. Daraus ergibt sich ein Aufwandüberschuss von 189 030 Franken. Im Budget 2026 war noch ein Defizit von 65 638 Franken vorgesehen. Laut Botschaft ist der für 2027 erwartete Fehlbetrag dank der vorhandenen Eigenkapitalreserve verkraftbar. Die Behörde habe das Budget gemeinsam mit den Lehrpersonen und der Geschäftsleitung erarbeitet und die Aufwendungen so weit wie möglich reduziert. Wichtig zu wissen: Das Defizit im Budget 2026 kann nur bedingt mit dem Defizit des Budgets 2027 verglichen werden, da für das Budget 2026 keine Einlage in den Baufolgefonds getätigt wurde, im Budget 2027 jedoch eine Einlage von 200 000 Franken vorgesehen ist.

Die Sanierung Werkraum Leimbach wird aus diesem Fonds Ende 2027 einmalig abgeschrieben und wird keine zukünftigen Abschreibungen mehr verursachen beziehungsweise zukünftige Rechnungen belasten. Ohne diese Einlage von 200 000 Franken wäre im Budget 2027 sogar ein leichter Ertragsüberschuss entstanden.

Weitere Gründe

Den grössten Aufwandposten bildet das Personal mit rund 8,64 Millionen Franken. Im Vorjahresbudget waren dafür rund 8,39 Millionen Franken eingestellt. Bei den Lehrpersonen ist der vom Kanton vorgegebene Stufenanstieg berücksichtigt. Zudem gibt es weitere Gründe für den grösseren Aufwand: die Anstellung von neuen Lehrpersonen für unter anderem eine neu entstehende Schulklasse, ein stark erhöhter Förderbedarf auf vorschulischer Stufe und dadurch Bedarf nach mehr Fachpersonal, zusätzliche Weiterbildungen für die Lehrpersonen zur zukünftigen Prävention von Krisensituationen und Weiterentwicklung innerhalb der Schule. Höhere Lohnkosten sind zudem bei der vorschulischen Förderung vorgesehen. Die Schule begründet dies mit einem erhöhten Bedarf; die Kosten bewegen sich laut Botschaft auf dem Niveau der Rechnung 2025.

Acht Millionen Franken für die Erweiterung

Auf der Einnahmenseite rechnet die Schulgemeinde mit einem Steuerertrag von rund 8,20 Millionen Franken. Das sind rund 760 000 Franken mehr als im Budget 2026. Dazu tragen auch Steuern aus vergangenen Jahren bei. Mit den höheren Steuererträgen fällt allerdings der kantonale Lastenausgleich geringer aus. Die Steuerprognose wurde in Absprache mit den beiden politischen Gemeinden erstellt. Für den Erweiterungsbau der Sekundarschule sind 2027 Investitionen von acht Millionen Franken vorgesehen. Zur Finanzierung plant die Schulgemeinde die Aufnahme von Fremdkapital in gleicher Höhe. Die Bauphase erstreckt sich über zwei Jahre; die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

Schulpräsident Daniel Schiller schreibt in der Budgetbotschaft: «Auch das Budget 2027 zeigt weiterhin eine insgesamt stabile Finanzlage.» Zugleich hält er fest, dass die finanzielle Entwicklung wegen des Erweiterungsbaus und der damit verbundenen Belastungen aufmerksam beobachtet werden müsse. Die Behörde wolle die verfügbaren Mittel weiterhin verantwortungsvoll und zielgerichtet einsetzen.

Feuchtigkeitsschäden

Eine weitere Investition betrifft das Schulhaus Leimbach. Dort soll der Werkraum für 130 000 Franken saniert werden. Die Unterlagen zeigen Feuchtigkeitsflecken an den Wänden und einen sich lösenden Bodenbelag. Die Behörde beantragt, die Sanierung zu genehmigen und die Kosten dem Baufolgefonds zu entnehmen.

Neben den Finanzgeschäften steht das Thema Hausaufgaben auf der Traktandenliste. An der letzten Schulgemeindeversammlung hatten die Stimmberechtigten einem Antrag zugestimmt, dieses Thema an der nächsten Versammlung zu behandeln. Diesem Auftrag kommt die Behörde nun nach. Vorgesehen sind ausserdem der Jahresbericht der Schulleitungen und Informationen zum Finanzplan 2028 bis 2032.

Manuela Bruhin