Freitag, 21. August 2026

Andwil. Herrliches Sommerwetter, 2-Takt-Gemisch schwebt in der Luft, unzählige Burnouts, eine Festwirtschaft auf Hochtouren laufend, Kinderspielplatz, eine Ausfahrt mit Hunderten von Töfflis und vieles mehr – so könnte man das zweite Töfflitreffen in Andwil beschreiben. Dem organisierenden Töffliclub Ritzelflitzer aus Andwil ist am vergangenen Sonntag der grosse Wurf gelungen; einer Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte dürfte nichts im Wege stehen.

Schon von Weitem sieht man den ausgefahrenen Kran, an welchem fünf Mofas angebracht sind. Hoch über dem Areal der Firma Scherrer und Gerber hängend, wachen die Töfflis über das Geschehen unter ihnen. Der Kran dient aber augenscheinlich auch dafür, dass diejenigen, die von weit her anreisen, das Töfflitreffen finden. So sind es Besucher aus dem Fürstentum Lichtenstein, den Kantonen Schwyz, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen oder Zürich, die den Weg zum beschaulichen Weiler Heimenhofen auf sich genommen haben. «Natürlich sind auch bei unserem zweiten Töfflitreffen viele Einheimische mit dabei. Man kennt sich oder man lernt sich kennen. Jung und Alt sollen sich wohl fühlen und kurzweilige Stunden unter Gleichgesinnten verbringen können. Wenn uns das gelingt, dann sind wir zufrieden», sagt Sara Gerber. Sie amtet innerhalb des Töffliclubs Ritzelflitzer als Aktuarin und Kassierin und hat den ganzen Sonntag hindurch alle Hände voll zu tun. Dort ein Problem, hier eine Aufgabe. Sara Gerber, den weiteren zehn Clubmitgliedern sowie den rund 50 freiwilligen Helferinnen und Helfern wird es nie langweilig. Das liegt aber auch daran, dass das Treffen beinahe überrannt wird – im positiven Sinne: rund 500 Mofas sind vor Ort.

Die Männer im Hort, die Kinder auf der Hüpfburg

Die Organisatoren haben sich, wie schon bei der Premieren-Austragung vor Jahresfrist, einiges einfallen lassen, damit junge und ältere Besucher auf ihre Kosten kommen. Natürlich steigt dabei die Vorfreude auf die rund 45-minütige Töffli-Ausfahrt von Minute zu Minute. Bis es aber so weit ist, verbringen männliche Besucher die Zeit unter anderem in ihrem Männerhort, während die Kleinsten auf der Hüpfburg herumtollen.

Unentwegt läuft der Mofa-Prüfstand auf Hochtouren. Hierfür hat sich das Frauenfelder Unternehmen Mofakult auf dem Areal installiert. Nebenan steigen Rauchschwaden infolge Burnouts (dabei lässt man auf einer speziellen Unterlage das Hinterrad durchdrehen) in die Luft und in der Mofabox werden die fein herausgeputzten Töfflis fachmännisch fotografiert.

Die Stimmung auf dem ganzen Gelände ist hervorragend, zeitweise gar ausufernd. Fachgespräche, staunende Augen, fleissige Losverkäufer auf der Jagd nach Tombola-Teilnehmern, zufriedene Organisatoren – was will man mehr? Grilladen, Glace und gekühlte Tranksame finden zig dankbare Abnehmer. Bei über 30 Grad Celsius erstaunt das kaum.

Sara Gerber freut sich augenscheinlich, dass zahlreiche befreundete Töffliclubs angereist sind. «Wir sind wie eine riesengrosse Familie. Wir besuchen die Anlässe anderer Clubs und sie sind heute bei uns zu Gast. So können wiederkehrend die schönen Bekanntschaften gepflegt werden, wobei aber selbstredend die Töfflis aller Art im Mittelpunkt stehen», sagt Gerber.

In naher Zukunft werden sich die Ritzelflitzer-Clubmitglieder zusammentun, ein Fazit ziehen und dann entscheiden, wie es mit diesem noch jungen Anlass weitergehen wird. Anhand des grossartigen Erfolgs am vergangenen Wochenende darf getrost von einer dritten Durchführung im nächsten Jahr ausgegangen werden – alles andere würde viele Hundert Töfflifans enttäuschen.

Christoph Heer