Freitag, 13. Februar 2026
Neukirch an der Thur. Der Dorfverein Neukirch an der Thur lädt am Samstag, 21. Februar, zum Chäsfondue im Freien beim Schulhaus Buchzelg. Über offenem Feuer wird gemeinsam gerührt, getunkt und genossen. Der Anlass richtet sich an Jung und Alt und soll vor allem eines: das Dorf zusammenbringen.
Wenn in Neukirch an der Thur der Käse im grossen Topf über offenem Feuer schmilzt und der Duft von frischem Brot und Gewürzen in der Winterluft liegt, dann ist Dorfzeit. Der Dorfverein lädt auch in diesem Jahr zum Fondue im Freien – ein Anlass, der Gemütlichkeit, Begegnung und gelebte Dorfgemeinschaft verbindet. Statt still am Tisch zu sitzen, versammeln sich die Gäste draussen um den Topf, mit langer Gabel und Schürze ausgerüstet. Getunkt wird direkt am Feuer. Das Konzept kommt an und ist aus einer persönlichen Idee heraus entstanden. Simone Messer, 43, Vorstandsmitglied des Dorfvereins und in Neukirch an der Thur wohnhaft, sagt: «Wir waren schon an einem ähnlichen Anlass und mein Partner hatte die Idee von einem Waldfondue, also starteten wir diesen Anlass letztes Jahr zum ersten Mal.» Gemeinsam mit Patrick Ghenzi und Urs Traber ist sie im Vorstand für das Jahresprogramm verantwortlich, zudem betreuen Urs Traber und sie den Internetauftritt des Vereins.
Ursprünglich war tatsächlich ein Fondue im Wald geplant. Doch die Praxis zeigte schnell: Romantik und Realität sind im Winter nicht immer deckungsgleich. Messer erklärt offen: «Ursprünglich war der Plan, ein Waldfondue zu machen. Letztes Jahr musste ich dann feststellen, dass es mit zwei Kindern im Winter abends im Wald nicht so gemütlich ist.» Der Anlass wurde deshalb auf die Aussenanlage beim Schulhaus Buchzelg verlegt – mit Vorteilen für alle Generationen: «Auch für die älteren Menschen ist der Waldweg im Winter weniger geeignet. Ausserdem gibt es beim Schulhaus genügend Platz und die Kinder können sich austoben.» Der Anlass dauert von 17 bis etwa 22 Uhr und ist bewusst offen gestaltet. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen. «Der Anlass richtet sich an alle, von jung bis alt, Familien, Vereine, einfach die gesamte Dorfbevölkerung», sagt Messer. Und sie ergänzt: «Man muss kein Vereinsmitglied sein, um an den Anlässen teilzunehmen.»
Gemeinsam am Topf
Das Fondue im Freien ist mehr als nur Essen, es ist ein soziales Erlebnis. Gerade das gemeinsame Tun steht im Zentrum. «Ich finde, ein Anlass im Freien mit einem feinen Fondue und netten Menschen, Bekannten wie auch Unbekannten, etwas sehr Gemütliches», sagt Simone Messer. Dass alle selbst zum Topf treten und ihr Brot eintauchen, ist dabei ausdrücklich gewünscht: «Man kommt um den Topf ins Gespräch, kann auch mal Pause machen und sich unterhalten.» Genau dieser niederschwellige Austausch sei es, der den Abend besonders mache. Die familienfreundlichen Preise – sechs Franken für Kinder, 15 Franken für Erwachsene inklusive alkoholfreier Getränke – sind bewusst so gewählt. «Weil wir zwar als Verein auch unsere Kosten im Blick haben müssen, jedoch jedem die Möglichkeit geben wollen, an solch einem Anlass teilzunehmen.»
Wärme und Dorfleben
Eine verbindliche Anmeldung bis Montag, 15. Februar, ist erforderlich. Der Grund ist pragmatisch: «Ohne Anmeldung ist ein Fondue sehr schwierig zu planen. Für uns ist es daher wichtig, einen Rahmen zu haben, damit wir auch für Spontanentschlossene genügend Brot und Käse haben.» Und falls das Februarwetter doch bissig wird? Auch daran hat man gedacht. Messer nimmt es gelassen: «Wichtig ist, sich gut einzupacken und notfalls wärmt das Fondue sowie das Feuer oder auch ein Kaffee. Letztes Jahr hatten wir Glück und die Temperaturen waren aussergewöhnlich mild für einen Februar.» Für den Dorfverein sind solche Anlässe mehr als Programmpunkte. «Aus unserer Sicht beleben solche Anlässe ein Dorf und fördern den Zusammenhalt», betont Messer. Entsprechend klar ist auch ihr Wunsch für den Abend: «Die Gäste sollen zufrieden und satt nach Hause gehen, mit schönen Erinnerungen an einen gemütlichen Abend, organisiert vom Dorfverein.»
Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dorfverein9217.ch.
Benjamin Schmid
