Freitag, 2. Oktober 2026
Weinfelden/Sulgen. Am Mittwochabend wurden die besten Arbeiten im Rahmen des Thurgauer Nachwuchs-Wettbewerbs «Schreiner Chance 26» ausgezeichnet. Dieser stand unter dem Motto «sichtbar verbunden». Der Gewinner heisst Simon Adlmaninger aus Sulgen und lernt bei der «3R AG» am gleichen Ort.
Simon Adlmaninger war einer von 24 Teilnehmenden aus dem dritten Lehrjahr, die für die Teilnahme am anspruchsvollen Talentwettbewerb eine Arbeit samt Dokumentation und Produktionsunterlagen fristgerecht eingereicht hatten. Für seinen «Töfflianhänger» bekam Simon Adlmaninger von den Fachjurys Schreiner, Schreinermeister und Gestalter 317 von 378 möglichen Punkten verliehen.
Damit lag er knapp vor dem Zweiten, Jérémie Keller aus Amlikon-Bissegg von der Meier Schreinerei Weinfelden AG, der für den Spieltisch «X-Games» sechs Punkte weniger einheimste. Das Podest wird durch Mina Nocke komplettiert. Die Lernende aus Attikon stellte ein «Eiben Regal» her, und bekam dafür 311 Punkte von der Jury.
Wie eng es zwischen den Besten zu und her ging, belegt die Tatsache, dass die Fünfte nur 20 Punkte vom Wettbewerbssieg trennten. Den Sonderpreis einer Kundenjury sicherte sich Till Stark aus Homburg. Der bei der Herzog Küchen AG in Homburg Lernende bekam ihn für sein Musikanlagen-Möbel «Resonanz ist Verbindung und Bewegung».
«Unser Handwerk hat eine Zukunft»
Daniel Burkhart, Präsident der Berufsbildungskommission, lobte in der Aula des Gewerblichen Bildungszentrums Weinfelden vor rund 120 Personen nicht nur die nun Ausgezeichneten, sondern alle, welche die Extraarbeit eines anspruchsvollen Wettbewerbs in Angriff genommen und durchgezogen hatten. Anerkennende Worte gab es auch vom Präsidenten des Verbands Schreiner Thurgau VSSM, Hampi Niederer, Salmsach. Er sei selbst Schreiner und freue sich deshalb jedes Jahr «riesig» auf die Schreiner-Chance-Vernissage. «Die Resultate, die wir heute hier sehen, beweisen mir eines: Ihr habt den schönsten Beruf gewählt, den es gibt. Und unser Handwerk hat eine Zukunft», lobte er die Teilnehmenden. Natürlich könne nicht immer alles beim ersten Anlauf funktionieren. Doch zum guten Schreiner gehöre mehr als nur Holz zu bearbeiten und Maschinen zu bedienen, denn «Schreinern bedeutet, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen».
Christof Lampart
