Freitag, 20. März 2026
Sulgen. Am Mittwoch, 1. April, verwandelt sich das Oberdorf in ein kleines Osterabenteuer. Kinder machen sich mit Schatzkarte auf die Suche nach goldenen Eiern und wer alle findet, darf sich über ein gefülltes Ostersäckli freuen. Die Spielgruppe Sulgen organisiert erstmals eine grosse Eierjagd für die ganze Familie.
Kinder laufen mit roten Wangen durchs Quartier, schauen hinter Hecken, spähen unter Bänke und flüstern aufgeregt: «Hesch du scho eis gfunde?» Irgendwo im Sulger Oberdorf glänzt vielleicht gerade ein goldenes Osterei in der Frühlingssonne. Bereit, entdeckt zu werden.
Genau dieses Bild wünschen sich die Organisatorinnen der ersten grossen Eierjagd in Sulgen, die am Mittwoch, 1. April, zwischen 13.30 und 15.30 Uhr rund um das Begegnungshaus an der Schulstrasse stattfindet. Hinter dem Anlass steht die Spielgruppe Sulgen – genauer gesagt ein engagierter Vorstand aus Müttern, der mit viel Herzblut für frischen Wind im Dorf sorgen will. Melanie Fritschi, die seit Oktober gemeinsam mit Sandra Schefer das Präsidium der Spielgruppe innehat, erklärt: «Unserem Vorstand ist es ein besonderes Anliegen, etwas Leben in unser Dorf zu bringen. Wir haben nach Ideen für neue, coole Events für Kinder gesucht und die Eierjagd schien uns perfekt.»
Mit Schatzkarte durchs Dorf
Das Prinzip ist einfach und genau das macht den Reiz aus. Beim Startpunkt beim Begegnungshaus erhalten alle Kinder eine Schatzkarte. Damit machen sie sich auf den Weg durchs Oberdorf. «Die Kinder suchen insgesamt zehn goldene Eier», erklärt Melanie Fritschi. «Bei jedem Ei gibt es einen Stanzer, mit dem sie den Posten auf ihrer Karte abknipsen können.» Sind alle zehn Posten gefunden, wartet am Ziel die Belohnung: ein gefülltes Ostersäckli. Was genau darin steckt, bleibt allerdings streng geheim. Mit einem Lächeln sagt Fritschi: «Das kann ich natürlich nicht verraten, das soll eine Überraschung bleiben. Dank unseren grosszügigen Sponsoren können wir aber schon sagen: Es bleibt nicht nur beim kleinen Schoggihäsli.»
Gedacht ist die Eierjagd sowohl für jüngere Kinder aus der Spielgruppe oder dem Kindergarten als auch für Primarschüler. Während die Kleinen meist mit ihren Eltern unterwegs sind, dürfen Kinder ab der ersten Klasse auch allein auf Schatzsuche gehen. «Die Eltern kennen ihre Kinder am besten und wissen, ob sie ihnen das zutrauen können», sagt Fritschi. «Die Karte ist bewusst kindgerecht und einfach verständlich. Die Eier sind an markanten Orten versteckt, und unterwegs werden viele Familien im Quartier sein – man hilft sich gegenseitig.»
Organisiert wird der Anlass vom gesamten Vorstand der Spielgruppe Sulgen. Neben Melanie Fritschi und Sandra Schefer engagieren sich auch Katja Ettinger, Yvonne Strub, Sarah Mock und Anja Kaiser. Viele von ihnen haben selbst eine besondere Verbindung zur Spielgruppe. «Einige von uns oder unsere Partner sind hier in Sulgen aufgewachsen und sind selber in die Spielgruppe gegangen», erzählt Fritschi. «Es freut uns deshalb besonders, dass wir dazu beitragen können, dass auch in Zukunft viele Kinder hier schöne Erinnerungen sammeln.»
Voranmeldung erwünscht
Die Eierjagd ist übrigens eine Premiere. Die Spielgruppe Sulgen hat schon viele verschiedene Anlässe organisiert, doch einer dieser Art ist neu. Der Event bringt organisatorische Herausforderungen mit sich. «Am schwierigsten ist es abzuschätzen, wie viele Kinder kommen werden», sagt Fritschi offen. «Wir haben mit etwa 80 Kindern gerechnet. Darum ist die Voranmeldung wichtig, damit wir genügend Ostersäckli vorbereiten können.»
Wer glaubt, nach der Schatzsuche sei der Nachmittag vorbei, täuscht sich. Rund um das Begegnungshaus wartet eine kleine Festwirtschaft mit Kaffee, Kuchen und einer weiteren Ostertradition: dem grossen Eiertütschen. Für die Organisatorinnen ist dieser gesellige Teil genauso wichtig wie die Suche selbst.
Lebendiges Sulgen
«Wir möchten einen Beitrag zu einem lebendigen Sulgen leisten», sagt Fritschi. «Mit der Festwirtschaft können Familien den Nachmittag gemütlich zusammen verbringen – Kinder, Eltern und auch Grosseltern.» Gleichzeitig hilft der Anlass auch der Spielgruppe selbst. Zusätzliche Einnahmen entlasten das Vereinsbudget und ermöglichen Anschaffungen, die direkt den Kindern zugutekommen. Doch im Mittelpunkt steht etwas ganz anderes: Freude. Oder, wie Melanie Fritschi es kurz und treffend formuliert: «Wir wünschen uns eigentlich nur eines: viele strahlende Kinderaugen.»
Anmeldung bis 22. März: event@spielgruppe-sulgen.ch
Benjamin Schmid
