Freitag, 6. Februar 2026
Moos. Das Lokal ist bekannt und hat eine lange Geschichte – und es befindet sich an prominenter Lage. Im kleinen Weiler Moos, gleich nach dem Ortsschild, sind die gelben Schilder mit der Aufschrift «Zum Stern» kaum zu übersehen. Seit Dezember leuchten sie noch heller als sonst, denn die neue Wirtin Petra Blättler ist mit viel Elan gestartet.
Ihr bereitet es einfach Freude, Gastgeberin zu sein, sagt Petra Blättler. «Der Kontakt mit den Gästen macht mir Spass und sie sollen hier einfach eine schöne Zeit in einer herzlichen und unkomplizierten Atmosphäre verbringen.» Die Kundschaft im Sternen ist bunt gemischt. Geschäftsleute sitzen neben Handwerkern und Landwirten am Tisch und man kommt schnell ins Gespräch. Dank des guten Namens besitzt das Lokal eine treue Stammkundschaft. Diese soll sich weiterhin wohlfühlen in der «gemütlichen Landbeiz», wie die Wirtin den Charakter des Hauses beschreibt.
Lockere Stimmung
Die lockere, humorvolle Stimmung zeigt sich gleich beim Eintreten. Im Eingangsbereich steht eine Flasche Appenzeller Alpenbitter mit Bechern bereit – «ein Schnapserl geht aufs Haus, aber zwei Franken in die Kasse machen es noch lustiger», heisst es augenzwinkernd. Auf der Speisekarte stehen einfache Gerichte, darunter Rösti in verschiedenen Variationen als Spezialität des Hauses. In der Küche wird Wert auf frische, regionale Zutaten gelegt. Mit Petra Blättler steht nicht nur eine ehemalige Gästin des Hauses hinter der Theke, sondern auch eine erfahrene Beizerin, die viele noch vom Le Clou in Bürglen kennen dürften. Bis 2015 wirkte sie dort, neben ihrem Job als Pöstlerin und der Familie. Dann wurde ihr die Doppelbelastung zu viel. Als sie hörte, dass die Pächterin im Sternen aufhört, sah sie ihre Chance gekommen, nochmals in der Gastronomie durchzustarten. «Geplant war das nicht», sagt sie offen. «Ich will ausprobieren, ob es läuft.»
Unterstützt wird sie von ihrem Partner, der den Kochlöffel schwingt, wenn sie sich um die Gäste kümmert. «Seine Eltern haben das Restaurant lange Jahre geführt, danach wechselnde Pächter und dazwischen seine Schwester», streift sie kurz auch die Geschichte des Hauses. Für die Wiedereröffnung waren nur kleine Änderungen notwendig. So ist der Raucherbereich im Thekenraum neu vom Nichtraucherbereich mit Schiebetüren aus Glas getrennt. Der Saal mit 30 Sitzplätzen hingegen blieb weitgehend unverändert. Er bietet sich an für Feste und Versammlungen aller Art. Bekannt ist der Sternen zudem für die schöne Gartenwirtschaft in den warmen Jahreszeiten. Höhepunkt des Jahres bleibt das Hinterhoffest im August mit Fleischspezialitäten und Live-Musik. «Diese Tradition wird beibehalten», verspricht die Wirtin.
Das Restaurant «Zum Stern» ist neu Mo. bis Mi. ab 16.30 sowie Fr. und Sa. ab 16 Uhr geöffnet. Sonntags lädt der Betrieb von 10 bis 14.30 Uhr zum Frühschoppen ein. Ruhetag ist der Donnerstag.
Stefan Böker
